Preisträgerinnen/Preisträger 2019

Botschafterinnen und Botschafter der Kinderrechte

Opferschutz in NÖ

Das Land Niederösterreich bekennt sich zu seiner historischen Verantwortung und führt eine sorgfältige und gründliche Aufarbeitung der einzelnen Fälle von Betroffenen, die als Minderjährige während ihrer Unterbringung Opfer von Gewalt (teilweise auch sexueller Art) bei Pflegefamilien oder in stationären Einrichtungen bzw. Vertragsheimen des Landes Niederösterreich wurden, durch.

Um mit den betroffenen Personen wertschätzend und umsichtig umzugehen und sie bei der Aufarbeitung (physischer, psychischer oder sexualisierter) Gewalterfahrungen zu unterstützen, hat das Land Niederösterreich seit Jänner 2010 eine Opferschutzkommission eingesetzt.

Im Konzept „Opferschutz NÖ" sind die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen allfälliger Entschädigungen und Hilfeleistungen definiert.

Von Mai 2010 bis 2017 war die NÖ kija anonyme, vertrauliche und kostenlose Erstanlaufstelle für Menschen, die in ihrer Kindheit in Einrichtungen des Landes NÖ Opfer von (sexueller) Gewalt wurden.

Aus dieser Arbeit entstand 2017 die Unabhängige Opferschutzstelle des Landes NÖ, die weiterhin allen Ratsuchenden kostenlos zur Verfügung stand und steht. Alle neuen Ansuchen werden weiterhin bearbeitet

Die NÖ kija arbeitete natürlich weiterhin im Beirat mit und dann in der Kommission.

Betroffene, die sich nun melden, erhalten in der Unabhängigen Opferschutzstelle des Landes NÖ weiterhin eine fundierte Begleitung und notwendige weiterführende Hilfe bei der Aufarbeitung „ihrer Geschichte".

Falls erforderlich und gewünscht, werden auch Therapie, anlassbezogene Begleitung und notwendige weiterführende Hilfen angeboten.

Möglich ist auch eine einmalige finanzielle Entschädigung nunmehr nach Prüfung durch die Kommission, die auch die Arbeit des Beirates übernahm.

 

 

Kinder sollen dabei unterstützt werden, „ein erfülltes Leben“ führen zu können.

Die Arbeit im Opferschutzbeirat hat mir die Augen dafür geöffnet, wie leicht es im Schutz von Institutionen möglich ist, Kindern das Recht auf Selbstbestimmung, auf Gewaltfreiheit, auf Partizipation und auf autonome Beziehungsgestaltung wegzunehmen. Dass man damit das weitere Leben dieser Kinder höchst nachteilig beeinflusst, sollten wir uns immer wieder deutlich machen.

Durch unsere Opferarbeit konnten/können wir Menschen, die unverschuldet Unrecht erlitten haben, ein Stück des geraubten Vertrauens an die Menschlichkeit und das Gute zurückgeben.

Ehrenpreis und Sonderpreis der Kinderrechte

Ich habe für ein Klima gearbeitet, das Kindern Wertschätzung und Zuwendung gibt, in dem Kinder sich frei entwickeln können und in dem man Kinder Kinder sein lässt.

Für eine Gesellschaft in der erkannt wird, dass Kinder Rechte haben und Erwachsene diese Rechte achten müssen und in der man Kinder ohne Vorurteile und Vorverurteilungen annimmt.

Die Erwachsenen sind die Stärkeren und es ist unsere Pflicht diese Stärke zum Wohl unserer Kinder einzusetzen.

war von 1992 bis 2001 1. Kinder & Jugend Anwalt des Landes NÖ

Bereits vor zwei Jahren wollte die NÖ kija Herrn HR Dr. Walther Launsky-Tieffenthal für sein großes Engagement als 1. Kinder & Jugend Anwalt Niederösterreichs mit einem Ehrenpreis der NÖ kija auszeichnen. Leider war dies damals aber nicht möglich.

Die Auszeichnung mit dem Ehrenpreis der NÖ kija geschah nun posthum.