Preisträgerinnen/Preisträger 2017

Die Gewinnerinnen und Gewinner 2017 waren:

  • "Mutig voneinander lernen", VS Kematen
    in der Kategorie Jugendliche/Schulklassen/Bildungseinrichtungen
  • "fit4life", Verein Soziales Wohnhaus Neunkirchen
    in der Kategorie Organisationen/Vereine/Unternehmen
  • "Sicherheit für seh- und hörbeeinträchtige Kinder", Kuratorium für Verkehrssicherheit
    in der Kategorie Organisationen/Vereine/Unternehmen

  

  • Theatergruppe Traumfänger, Christoph Rabl - Theater mit Seele
    Sonderpreis

     

     

Kategorie Initiativen/Projekte von Kindern und Jugendlichen/Schulklassen/Bildungseinrichtungen

Projekt "Mutig voneinander lernen"

Beim Projekt „Mutig voneinander lernen“, der Volksschule Kematen an der Ybbs
vernetzten sich die Bildungsinstitutionen Volksschule, Erwachsenenbildung, Nachmittagsbetreuung und Gemeindebücherei von Kematen an der Ybbs in einer Bildungslandschaft und bieten für alle ein abwechslungsreiches Programm an, das Interesse für das Fremdkulturelle weckt.
Durch mehrsprachige Bildung, Nachmittagsbetreuung, Deutschkurse, interkulturellem Lernen, Förderung der aktiven Elternarbeit und zwischen den Familien, unabhängig welcher Herkunft, verstärkte Kommunikation zwischen Erwachsenem und Kind, sollen den Kindern und Erwachsenen gute und gleiche Lebenschancen ermöglicht werden.

Langfassung

Das Projekt "Mutig voneinander lernen" beschäftigt sich mit gesellschaftspolitisch relevanten Themen und eröffnet in der Marktgemeinde Kematen an der Ybbs eine Begegnungsplattform für Familien mit und ohne Migrationshintergrund, um Migration, Flucht, Integration und mehrsprachige Bildung auf persönliche Ebene zu thematisieren. Die Bildungsinstitutionen Volksschule, Erwachsenenbildung, Nachmittagsbetreuung und Gemeindebücherei von Kematen an der Ybbs vernetzen sich in einer Bildungslandschaft und bieten für alle ein abwechslungsreiches Programm an, das Interesse für das Fremdkulturelle weckt.
Langfristig professionell gestaltetes Ausbauen von gewollten Netzwerken zum Thema mehrsprachige Bildung geht von der Perspektive des lernenden Subjekts aus und basiert auf Kommunikation zwischen Erwachsenem und Kind mittels der „Biografiearbeit“,  zwischen Schule, Eltern und Gemeindeamt durch die Förderung der aktiven Elternarbeit und zwischen den Familien unabhängig welcher Herkunft, mit dem Ziel eines friedvollen Miteinanders.

Link für weitere Informationen zum Projekt:
http://www.vskematen.ac.at/content.php?pageId=9607

Foto: Team "Mutig voneinander lernen", VS Kematen

Emmanuelle Gravier-Berger
Volksschule Miteinander
13a Strasse 3
3331 Kematen an der Ybbs
e.gravier(at)kematen-ybbs.gv.at

Kategorie Organisationen/Vereine/Unternehmen

Projekt "fit4life"

Dieses Projekt zur Gesundheitsförderung, unterstützt junge Menschen, die allesamt traumatisierende Erlebnisse bereits ab der frühen Kindheit verarbeiten müssen.
Ziel dieses Projekts ist, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern durch vorbeugende Maßnahmen, die bestmögliche Entwicklungschance zu geben, um in Zukunft ein selbstbestimmtes, eigenständiges und auch glückliches Leben führen zu können.

DSP Daniela Leinweber - Vorsitzende & Geschäftsführung
Verein Soziales Wohnhaus Neunkirchen
Alleegasse 2a
2620 Neunkirchen
leinweber(at)sowo.at
www.sowo.at

Projekt "Sicherheit für seh- und hörbeeinträchtigte Kinder"

Das Projekt soll ein Umfeld schaffen, welches größtmögliche Sicherheit für seh- und hörbeeinträchtigte Kinder bietet. Egal ob in der Freizeit, im gewohnten Umfeld zu Hause oder bei der Teilnahme am Straßenverkehr soll es seh- und hörbeeinträchtigten Kindern gefahrlos möglich sein, möglichst selbstständig am Gemeinschaftsleben teilzunehmen.

Ausgangslage:
In Österreich sind laut Angaben des Bundesministeriums für Familien und Jugend (BMFJ) über 95.000 Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren dauerhaft beeinträchtigt, dies entspricht 5,4% der unter 20-Jährigen. Die häufigsten Beeinträchtigungen betreffen Beweglichkeit, Sehen, Wahrnehmung und chronische Erkrankungen.1

Methoden und Durchführung:
Im Rahmen dieses Projekts wurde erhoben und analysiert, wo Probleme im Hinblick auf die Sicherheit von blinden und sehbeeinträchtigten sowie gehörlosen und hörbeeinträchtigten Kindern (Altersgruppe 0–15 Jahre) zu Hause, in der Freizeit und im Bereich des öffentlichen Raumes vorhanden sind. In von Experten durchgeführten Diskussionsgruppen mit Eltern betroffener Kinder und mit Jugendlichen, die über ihre Erfahrungen in der Kindheit berichteten, wurden Erkenntnisse zu den Ängsten, Problemen, Gefahren und Bedürfnissen von Eltern und Kindern in Bezug auf die Sicherheit in den genannten Bereichen gewonnen.

Ergebnisse:
1. Zielgruppenorientierte Sicherheitsfolder
Aufbauend auf den Ergebnissen der Diskussionsgruppen hat das KFV gemeinsam mit dem BMFJ die Projektergebnisse sowie Empfehlungen zur Sicherheit zu Hause in Form von Foldern aufbereitet. Eltern und Betreuungspersonen betroffener Kinder erhalten allgemeine Sicherheitshinweise sowie speziell auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmte Tipps zur Gestaltung einer sicheren Umgebung.
2. Schulwegpläne speziell für Zielgruppe
Das KFV wird speziell auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmte Schulwegpläne erstellen, um einen gefahrlosen Schulweg zu ermöglichen.
3. Rechtliche Initiative
Es wird eine gesetzliche Regelung angeregt, Rad fahrenden hörbeeinträchtigten Kindern unter 12 Jahren die Teilnahme am Straßenverkehr zu erleichtern, indem ihnen ermöglicht wird, als RadfahrerIn Gehsteige und Gehwege zu benutzen. Grund dafür ist, dass im Straßenverkehr die fehlende Wahrnehmung akustischer Signale, insbesondere auch herannahender Fahrzeuge, die sehr kurzfristig ins Blickfeld geraten (z.B. Fahrzeuge, die sich von hinten oder seitlich nähern), eine Gefahr darstellen. Entsprechende Erläuterungen und Unterlagen liegen vor.

Auszug aus den Projektergebnissen:
Es zeigte sich, dass Kinder und Jugendliche mit Seh- oder Hörbeeinträchtigungen häufig zu Fuß oder mittels öffentlicher Verkehrsmittel im öffentlichen Raum unterwegs sind. Die Orientierung im öffentlichen Raum ist für Blinde und Sehbeeinträchtigte oftmals schwierig, da vorwiegend auf visuelle Reize (Schrifttafeln) gesetzt wird. So ist es kompliziert, die gewünschte Straße oder die richtige Straßenbahn-, U-Bahn- oder Autobuslinie zu erkennen. Vorhandene Hilfssysteme (Leitliniensysteme, akustische Ampelsignale) sind teilweise verbesserungswürdig: Es gibt österreichweit keine einheitlichen akustischen Ampelsignale, taktile Leitlinien sind oftmals nicht eindeutig bzw. irreführend. Gehörlose und Hörbeeinträchtigte erzeugen durch laufendes Trainieren des visuellen Sinnes im Alltag eine Kompensation zum fehlenden Gehörsinn. Probleme treten auf, da jede Form von akustischer Information, z.B. Informationen zu unplanmäßigen Vorkommnissen (wie Lautsprecherdurchsagen in öffentlichen Verkehrsmitteln) nicht empfangen werden können.

 

 

Dr. Armin Kaltenegger
Kuratorium für Verkehrssicherheit
Schleiergasse 18
1100 Wien
armin.kaltenegger(at)kfv.at

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