Einreicher 2014

Die Gewinner waren:

  • diAPPetes
    in der Kategorie Einzelpersonen
  • Gablitzer SchülerInnen-Parlament
    in der Kategorie Initiativen/Projekte von Kindern und Jugendlichen/Schulklassen/Bildungseinrichtungen
  • Kinderburg Rappottenstein
    in der Kategorie Organisationen/Vereine/Unternehmen

Kategorie Einzelpersonen

Erholung für Kinder aus Belarus

Informationen:
www.belarus-kinder.net 
info(at)belarus-kinder.net 
(Maria Hetzer)

1. Wer/was ist das Projekt? Wer steckt dahinter?                  

* Ziel des Projektes 
Erholungsaufenthalte für Tschernobylkinder aus Weißrussland in Österreich, meist in Niederösterreich – pro Jahr ca. 150-200 Kinder

* Finanzierung
Anstellung  der Verantwortlichen, Fr. Hetzer, beim Verein "Jugendinfo" (Tochterverein des NÖ Landesjugendreferates)

Alle für das Projekt benötigten Kosten müssen von Frau Hetzer aufgetrieben werden (vor allem Transport der Kinder, Unterbringung und Versorgung der Betreuer, ...)

  • Kosten, die für notwendige Barzahlungen (Autobusse, Telefongebühren für die Betreuer, Taschengelder, ...) pro Sommer  aufgetrieben werden müssen: ca. 25.000,-
  • Diese Kosten werden fast zur Gänze in Form von Beiträgen von den Gastfamilien getragen, die ohnehin die gesamte Versorgung, Betreuung und Aufenthaltsfinanzierung für die Kinder übernehmen. Die  Beiträge pro Kind lagen für den Sommer 2014 bei mindestens € 130,-

2.  Was  ist bisher im Rahmen des Projektes geschehen?

Pro Sommer kamen/kommen durchschnittlich 150 – 250 Tschernobylkinder im Alter von 8 – 14 Jahren für drei Wochen zur Erholung in österreichische, vor allem NÖ Gastfamilien, die alle Kosten (auch die Transportkosten!) übernehmen. Insgesamt  hatten bisher durch dieses Projekt mehr als 3500 Kinder die Möglichkeit, sich  bei uns zu erholen; unzählige persönliche Kontakte zwischen Familien hüben und drüben wurden begründet und bestehen auch über die Volljährigkeit der Kinder hinaus weiter.

3. Was passiert  pro Jahr?

* Einladung für ca. 150-200  Kinder   
Transportiert werden die Kindergruppen hauptsächlich mit belarussischen Bussen; bisher ein kleiner Teil  mit dem Flugzeug, gesponsert durch die Austrian Airlines

* Jährlich zwei Mal (im Frühjahr und im Herbst) Organisation von Gegenbesuchen in Belarus für interessierte Familien; persönliche Übergabe von Spendengeldern von Familie zu Familie.

Bei diesen Besuchen werden schon bekannte belarussische Kinder besucht und neue Kinder für den nächsten Sommer ausgewählt (bedürftig, aus verstrahltem Gebiet)

Erholung für Kinder aus Belaurus
25.10.2014: Besuch der österreichischen Gastfamilien bei ihren bekannten Kindern in der verstrahlten Zone; Gebiet Kustjukowitschi, Dorf Bjelaja Dubrowa

Den weitaus größten Beitrag zum Gelingen des Projektes leisten unsere Gastfamilien.
Die Erfahrungen auf beiden Seiten sind derart positiv, dass sich alle Beteiligten über eine Fortführung des Projektes freuen.

Krems, am 9.November 2014

* Wer steckt dahinter

Das früher (ab 1994) rein privat organisierte Projekt (Fr. Maria Hetzer)  hat sich seit vielen Jahren zu einem Projekt des Landes NÖ entwickelt, wird nun mit Unterstützung des NÖ Landesjugendreferates durchgeführt; Projektverantwortliche ist nach wie vor Frau Maria Hetzer. Alle für Organisation, Finanzierung und praktischen Ablauf nötigen Arbeiten werden von Frau Hetzer geplant, verantwortet und durchgeführt.

Besonderer Schutz und Unterstützung von Kindern mit geistiger oder/und körperlicher Behinderung

UN-Kinderrechtskonvention: "das Recht auf Familie, elterliche Fürsorge und..", "Recht auf Betreuung bei Behinderung..", "Verantwortung für das Kindeswohl..", "..von der Familie getrennt lebender Kinder..", "besonderer Schutz und Förderung behinderter Kinder …" ..

Martin Buber "ich werden am du" - "mein Herz ist nicht behindert" (ein behinderter Mitmensch) – behinderte Kinder haben Recht auf besondere Fürsorge und Förderung, damit sie aktiv am Leben teilnehmen können - Junge Menschen und ihre Rechte, Brinek

Projektzusammenfassung: Im Sinne von Datenschutz und Wahrung der Intimsphäre können und wollen wir hier unser sehr persönliches Projekt, das in Zusammenhang mit höchstpersönlichen Schicksalen und Lebensverläufen einzelner Kinder steht nicht namentlich oder vollinhaltlich beschreiben – wir bitten alle LeserInnen diesbezüglich um Verständnis. 

Aus unserer langjährigen Erfahrung in der Begleitung besonderer Kinder wollten wir dieses für speziell eines unserer Kinder lebenswichtige Projekt an die Öffentlichkeit tragen, in der tiefen Betroffenheit und Überzeugung, dass …

…besonders diese besonderen (behinderten) Kinder, die den Platz in ihren leiblichen Familien – aus welchen Gründen auch immer – verlieren…

…besonderes Engagement in Form von Unterstützung und Hilfe benötigen…

…um in besonderen Familien einen neuen Lebensplatz und neue Entwicklungschancen zu bekommen.

Kinder (mit Behinderung ohne leibliche Familie) brauchen eine besondere annehmende Ersatz - Familie um im Leben anzukommen und am Leben teilzuhaben damit sie ihren Weg "gehen" können! 

Für eines dieser besonders besonderen Kinder haben wir dieses Projekt eingereicht und darin den bisherigen individuellen Lebensweg beschrieben, welcher zum Schutz der Intimsphäre hier nicht veröffentlicht wird.

Für hoffentlich noch einige besonders besondere Kinder wollen wir uns stark machen und viele für die Notwendigkeit der familiären Fremd- Unterbringung für behinderte Kinder sensibilisieren!

Die Wirklichkeit behinderter Säuglinge und Kinder, die ihren herkünftigen familiären Platz verlieren ist mehrheitlich eine stationäre Unterbringung.

Der Wunsch mit hohem Anspruch an alle Beteiligten gerade diese besonders besonderen Kinder in Familien unterzubringen soll mit dieser Projekteinreichung thematisiert werden.

Besondere – behinderte – Kinder haben besondere – gleiche - Rechte auf besondere – individuelle – Familienangebote im Sinne von Normalität und Inklusion! Ein familiäres Angebot bedeutet für eines dieser Kinder Nachhaltigkeit, Teilnahme, tiefgreifende versorgende und schützende Wirkung und ganzheitliche Förderung für seine Person.

K I N D e r      haben      R E C H T e

Auch     I C H …habe    Rechte!

ein – mein – Recht auf F A M I L I E – L I E B E – S C H U T Z – E N T W I C K L U N G

Besonderers Recht auf Familie

ihr – du – trägst Verantwortung für mein Recht auf Familie!

"mein Herz ist nicht behindert"

"wir spüren, dass  l i e b e n   und   l e b e n  viel mehr ist als wir bisher glaubten und dass du die Chance annimmst dich ganz auf uns einzulassen in deiner tiefsten Verletzlichkeit – das macht uns glücklich und ängstlich zugleich .."

"dein Herz ist nicht behindert – du liebst und lehrst uns zu leben"

"je weniger du hast – umso mehr brauchst du …."

Projekteinreichung Daniel und Gabriele Wied in der Kategorie Einzelperson

diAPPetes

Berechnen, Injizieren und Leben. Genau diese drei Schlagwörter stehen für das Produkt der vier jungen Entwickler, die mit ihrer Android-App das Leben der Diabetiker maßgeblich erleichtern wollen.

Die meisten Lebensmittel enthalten Kohlenhydrate, das wissen alle, die schon einmal raffinierte Diäten halten wollten. Besonders schmerzlich bewusst ist es jedoch für Menschen, die an Diabetes leiden. Die haben penibel zu berechnen, wie viel an Kohlenhydraten sie ständig zu sich nehmen, sie müssen über ihre Ernährung exakt Buch führen und sich die fehlende Menge an Insulin selbst spritzen. Weil das alles sehr aufwendig ist, begnügen sie sich oft damit, den Zuckergehalt nur über den Daumen zu schätzen - und das kann gefährlich sein.

Diesen Patient/innen soll nun eine neue App das Leben versüßen. Bei "diAPPetes" wird in über 250 000 Produkten der richtige Zuckerwert gefunden, User/innen können die Liste um ihr eigenes Lieblingsessen jederzeit erweitern. Durch das Scannen von Strichcodes oder die Textsuche des Produktnamens kennt die App alle wichtigen Werte. Auch die persönlichen Gesundheitsdaten der jeweiligen Patient/innen müssen nur einmal eingegeben werden, die nötigen Zahlen errechnen sich dann wie von selbst. So lässt sich auch ganz unkompliziert ein Blutzuckertagebuch führen.

Besonderen Fokus legen die vier auf die jungen Diabetiker: 

Eltern werden automatisch über das Wohlbefinden ihrer Süßen informiert, indem diAPPetes eine SMS nach diversen Aktivitäten, wie z.B. bei zu geringen Blutzuckerwerten versendet.

Für die jungen, ehrgeizigen Entwickler ist "diAPPetes" Zucker auf der Seele. So arbeiten sie ständig an Verbesserungen und diAPPetes für iOS wird Mitte 2015 auf den Markt kommen. Ganz nach dem Motto "diAPPetiker leben besser" wollen sie auch zukünftig vielen Menschen den Alltag mit Diabetes vereinfachen.  

diAPPetes für Android steht unter folgendem Link zum Download: http://goo.gl/26jNX7 

Weitere Informationen sind auf der Homepage www.diAPPetes.com zu finden oder schreiben Sie uns direkt an lukas(at)diappetes.com 

Das Team

diAPPetes Team
Lukas Tiefenböck, René Dammerer, Patrick Pirringer, Michael Ettlinger

Kategorie Initiativen/Projekte von Kindern und Jugendlichen/Schulklassen/Bildungseinrichtungen

Projekt Schüler/Innen-Parlament Gablitz

Am 14. Jänner 2014 startete in Gablitz das  Projekt "Schüler/Innen-Parlament" in Zusammenarbeit zwischen der Gablitzer Volksschule und der Marktgemeinde Gablitz.

Zielsetzung der Projektverantwortlichen Karin Sampl (Volksschul-Direktorin) Mag. Mustafa Aykut Akşit und Bürgermeister Michael Cech:

  1. Die Kinder in den politischen Planungs- und Entscheidungsprozess einzubeziehen und im Rahmen der 3. Klassen Staatsbürgerschaftskunde ganz hautnah, nämlich am Beispiel der eigenen Gemeinde, zu vermitteln.
  2. Gemeinsam mit den jeweils 3. Klassen der Volksschule Projekte zu entwickeln, wie die Marktgemeinde Gablitz noch kinderfreundlicher gestaltet werden kann
  3. Einen Diskussionsprozess zwischen Kindern und den politischen Vertreter/Innen der Gemeinde in Gang zu setzen
  4. Nach der gemeinsamen Planung auch die Umsetzung der Projekte damit die Kinder auch sehen, dass eingebrachte Ideen auch für die Gemeinde umgesetzt werden.

Am ersten Tag der Projektarbeit in den Klassen wurde mit den Kindern die Parteilandschaft und den Aufbau der Entscheidungsgremien in Bund, Land und der Gemeinde besprochen. Am zweiten Tag des Projektes kam der Gablitzer Bürgermeister als Gast in die Klasse und stellte sich den vielen Fragen der Kinder.
Anschließend wurde eine Sitzung des Gemeinderates durchgespielt, die eine Hälfte der Klasse überlegte sich als „Bürgerinnen und Bürger“ Wünsche an die Gemeindeführung. Die andere Hälfte der Klasse erlebte dann als „Gemeinderäte“ dass es nicht immer so einfach ist Wünsche zu erfüllen, oder sich sogar als Gruppe der Gemeinderäte eine einheitliche Meinung zu bilden.

Die Klasse 3a der Gablitzer Volksschule bei der Projektarbeit mit Bgm. Michael Cech
Die Klasse 3a der Gablitzer Volksschule bei der Projektarbeit mit Bgm. Michael Cech

Als zweiter Schritt im Rahmen des Projektes haben die Kinder der beiden dritten Klassen Projektvorschläge erarbeitet, welche die Gemeinde im Sinne des Projektes "Familienparadies Gablitz" umsetzen sollte. Ihre Vorschläge konnten die Kinder dann am 6. März in einer richtigen Gemeinderatssitzung präsentieren und auch mit den politischen Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinde diskutieren.

Projekt Schüler/Innen-Parlament Gablitz

Gleich nach der Präsentation wurde die Umsetzungsplanung begonnen und folgende Projekte wurden bereits umgesetzt:

  • Kindercocktailbar: Diese wurde in Zusammenarbeit mit dem Gablitzer "Dorfcafe" umgesetzt, seit den Sommerferien serviert das Dorfcafe Fair Trade Kindercocktails
  • Sommerkino: Dieses wurde mit dem SV Gablitz umgesetzt und ein Kinder-Sommerkino am Sportplatz geplant
  • Naschgarten: Dieser wurde in Kooperation mit der Volksschule, der Gemeinde und dem Siedlerverein im Herbst umgesetzt. Die Gemeinde hat Naschgartenpflanzen angekauft und Siedlerverein und Kinder haben auf einem Grundstück der Gemeinde den Naschgarten angepflanzt
  • Kletterwand: Diese befindet sind in der Planungsphase, wurde für 2015 budgetiert und wird nach gemeinsamer Planung mit den Kindern im Schulgarten errichtet werden.

Durch den großen Erfolg wurde beschlossen, das Projekt "Schüler/Innen-Parlament" auch in diesem Schuljahr wieder mit den beiden 3. Klassen der Volksschule umzusetzen.

Detailinformationen:
Marktgemeinde Gablitz, Linzer Str. 99, 3003 Gablitz
Bürgermeister Michael W. Cech
Mail: Bgm.Cech(at)Gablitz.gv.at 
Tel.: 0676/935 30 50
Homepage: http://www.gablitz.gv.at 

COOPERATIVES OFFENES LERNEN AM SCHULZENTRUM YBBS

Eine Schulinitiative etablierte ab dem Schuljahr 2011/12 COoperatives und Offenes Lernen - kurz COOL an der HAK/HAS Ybbs. Durch offene Unterrichtsformen und fächerübergreifende Projekte sollen Leistungsbereitschaft und Eigenverantwortung gesteigert und die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler hinsichtlich Kooperation und Teamfähigkeit gefördert werden.

Für die COOLEN Unterrichtsstunden in der HAK werden je eine Stunde unterschiedlicher Gegenstände (z. B. Französisch, Betriebswirtschaft, Rechnungswesen, Deutsch, Office-management und Geografie) für einen COOL-Pool zur Verfügung gestellt. Diese Stunden werden geblockt an einem Vormittag pro Woche (5 Stunden), COOL unterrichtet. Im 3. Jahrgang wird zusätzlich in den ersten zwei Stunden jedes Tages in Lernbüros gearbeitet, in denen die Schülerinnen und Schüler wählen können, ob sie sich lieber mit Betriebswirtschaft, Englisch, Französisch oder Wirtschaftsinformatik beschäftigen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten am Anfang des Tages einen oder mehrere Arbeitsaufträge verschiedener Fächer. In der Handelsschule wird vor allem mit Lernjobs gearbeitet. Dabei haben sie Wahlfreiheiten bei der Zeiteinteilung, der Sozialform (Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit) und der Lernumgebung bei gleichzeitiger Verantwortung für das Ergebnis. Die Schüler und Schülerinnen werden vom passiven Zuhören zum aktiven Lernen und Arbeiten angeregt.

Die Erweiterung durch COOLEN Unterrichte berücksichtigt unterschiedliche Eingangsvoraussetzungen und Lerntypen. Durch die Kooperation der Lehrenden - der Erfolgsfaktor - wird fächerübergreifender Unterricht umgesetzt. Das passiert unter anderem durch unterschiedlichste Projekte. Die Lehrerinnen und Lehrer werden zu Coaches, die das Lernen der Schüler beobachten und individuell betreuen. So werden Stärken individuell gefördert und gefordert. In dieser Umgebung entwickeln Schüler und Schülerinnen soziale Kompetenzen und Problemlösungskompetenzen besser als im herkömmlichen Unterricht. Durch das aktive Auseinandersetzen mit Themen merken die Schülerinnen und Schüler schneller, wo ihre Stärken liegen, und können sich so bewusst darauf konzentrieren.

Sehr wichtig ist das wöchentliche Feedback für die Lehrpersonen. Es wird dabei evaluiert, ob die Länge der Arbeitsaufträge passend war, das Schwierigkeitsniveau entsprochen hat und welche Themen interessant sind. In einer wöchentlichen Sitzung bespricht das Lehrerteam notwendige Anpassungen. Dadurch wird die Unterrichtsqualität gemeinsam mit den Schülern sichergestellt und entwickelt! Der Klassenrat bietet dreimal im Semester die Gelegenheit, etwaige Konfliktthemen anzusprechen und Wünsche zu äußern. Von den Schülerinnen und Schülern selbst moderiert und gestaltet, werden in diesem Forum Lösungen erarbeitet. Der Mut zur eigenen Meinung wird gefördert und Demokratie im Klassenzimmer gelebt.

Jeden Freitag können Schülerinnen und Schüler der 1AS in einer frei gewählten Organisation der Gemeinde Ybbs (z. B. dem Kindergarten oder dem Therapiezentrum) für zwei Stunden soziale Verantwortung übernehmen. Die Schülerinnen und Schüler besprechen einmal pro der Woche mit ihrem Tutor den Lernfortschritt und haben so die Möglichkeit zu Reflexion und Feedback.

Um die Schülerinnen und Schüler hin zu Eigenverantwortung und Selbstständigkeit zu begleiten, wurde ein Stufenplan erarbeitet, der sie ab dem 1. Jahrgang schrittweise von einstündigen Arbeitsaufträgen mit Fachlehrerbetreuung zu selbständigen größeren Projekten im Rahmen eines themenzentrierten Unterrichtes im 4. Jahrgang hinführt. Ähnlich wird in der Handelsschule vorgegangen.

Als zentraler Faktor wird auch eine förderliche Leistungsbeurteilung gesehen, die helfen soll, festzustellen, was die Schülerinnen und Schüler können, ohne das Lernen zu behindern. "Zeig mir was du kannst" und „Portfolioarbeit“ sind ein wesentliche Bestandteile.

Die Initiative führte mittlerweile zur Zertifizierung der HAK/HAS Ybbs als Impulsschule - Auszeichnung und Auftrag gleichermaßen. Zukünftig wird gemeinsam mit dem Schulleiter und der Administratorin dieses Konzept derzeit weitergedacht und umgesetzt, es soll in allen Klassen offener Unterricht angeboten werden.

Exkursionen zu herausragenden Schulen und Veranstaltungen (wie an die ESBZ in Berlin, Bildungskongress des adz in Bregenz) sollen weitere neue Impulse bringen.

COOL Projekt

Thema: "Wassergeschichten-Buch mit Illustration"

Die SchülerInnen der 7. Schulstufe der NNÖMS St. Pölten Dr. Theodor Körner 3 sollten auf das Thema "Wasserschatz braucht Wasserschutz" durch den Besuch der Multivisonshow "REdUSE" mit anschließender Diskussion, in der HAK in St. Pölten hingewiesen werden.

Die Sensibilisierung für das Thema "Wasser braucht Schutz" und damit die Hinführung zum sorgsamen Umgang mit dem Element Wasser war durch den Besuch der Multivisionshow sehr gut geglückt.

Kurz darauf kamen die SchülerInnen gemeinsam mit den LehrerInnen bei der Untersuchung von Wasser, vor allem von Trinkwasser, auf die Idee, ein Wassergeschichten-Buch zu verfassen. Die Erlebnisse einzelner Wassertropfen auf ihrem Weg von der Entstehung in der Urquelle bis zur Fortsetzung ihres Lebensweges in Seen, Brunnenschutzgebieten, Gärten, Bädern usw. sollten zusammengefasst werden. - Die Idee zum Wassergeschichtenbuch war geboren!

Auch die Illustration und Bebilderung des Buches wurde selbst von den SchülerInnen vorgenommen und im Zeichenunterricht und im EDV-Unterricht in die Tat umgesetzt.

Nach der Gestaltung eines ansprechenden Deckblattes mit den gezeichneten und selbst entworfenen Mitgliedern der "gegründeten Wassertropfenfamilie TRAIWASSI" und der Einigung aller am Projekt Beteiligten auf den Buchtitel: „Eine Wasserfamilie auf Reisen“ wurden die Geschichten der Familienmitglieder der Wassertropfenfamilie niedergeschrieben, allgemeine Informationen über unser Wasser/Trinkwasser verfasst und Wassersparmaßnahmen sowie Sprüche rund um das Element Wasser im Buch festgehalten. Das fertig verfasste Büchlein wurde nochmals Korrektur gelesen und dann zum Drucken freigegeben.

Das fertige Buch wurde unter anderem beim "St. Pöltner Umweltpreis" und beim "Hans Czettel Förderungspreis" prämiert und ist nach wie vor zu einem Unkostenpreis von 10 Euro in der Direktion der NNÖMS St. Pölten, Dr. Theodor Körner 3 (Hans Schickelgruberstr. 4, 3100 St. Pölten) erhältlich.

Einige aussagekräftige Projektfotos

Wassergeschichten-Buch mit Illustration

Am Projekt beteiligt waren alle SchülerInnen der drei dritten Klassen der NNÖMS St Pölten Dr. Theodor Körner 3, sowie das gesamte Team der DeutschlehrerInnen, Physik- und ChemielehrerInnen, Zeichen- und InformatiklehrerInnen, BiologielehrerInnen, WerklehrerInnen und natürlich die

Schulleitung unter: Direktorin SR Monika Herler sowie die

Gesamtprojektleitung: Dipl. Päd. Brigitte Zettel.

Kategorie Organisationen/Vereine/Unternehmen

Jährlich sind in Niederösterreich 2.700 Kinder von der Scheidung ihrer Eltern betroffen. Die Trennung der Eltern löst bei Kindern ein Gefühlschaos aus Trauer, Wut, Angst und Schuldgefühlen aus. Sie empfinden sich oft hilflos und ohnmächtig. Über ihre Emotionen und die neue Lebenssituation zu sprechen, fällt ihnen schwer. Alters- und situationsabhängig und je nach Persönlichkeit reagieren sie unterschiedlich. Aggressionen, Zurückgezogenheit, verringerter Selbstwert, Nachlassen der Schulleistungen, Traurigkeit und Verschlossenheit sind Reaktionen der Kinder auf eine für sie sehr schwierige Situation. Auch diejenigen, die scheinbar gar nicht reagieren, sind oft von intensiven Gefühlen betroffen – sie zeigen sie nur nicht.

In 24 Standorten werden ca. 200 Kinder jährlich in RAINBOWS-Gruppen in Niederösterreich begleitet. Das entspricht über 4.200 Stunden Begleitung und pädagogische Betreuung.

Ziel von RAINBOWS ist es, die Kinder dabei zu unterstützen, ihre neue Familiensituation anzunehmen und sie für schwierige Situationen zu stärken.

  • RAINBOWS bietet den Kindern die Möglichkeit, all ihre Gefühle (Wut, Zorn, Angst, Trauer, …) in entsprechender, angemessener Weise auszudrücken. Sie erfahren dabei, dass Gefühle ein wesentlicher Bestandteil ihrer Person sind und erweitern im Laufe der Zeit ihr Repertoire an Ausdrucksmöglichkeiten. So wird auch ihre Persönlichkeit gestärkt. 
  • Von der speziell ausgebildeten RAINBOWS-Gruppenleiterin werden die Kinder angeregt, belastende Unklarheiten im Zusammenhang mit der Trennung oder Scheidung wahrzunehmen und auszudrücken. Bislang fehlende Sachinformationen werden zur Verfügung gestellt. Durch die thematische Auseinandersetzung gewinnen die Kinder die Kompetenz, ihre persönliche Geschichte in einen für sie verständlichen und fassbaren Zusammenhang zu bringen und entsprechende Begrifflichkeiten für die Kommunikation mit Dritten zu finden. Durch die wertschätzende Begegnung in der Gruppe fühlen sie sich angenommen und gewinnen so Sicherheit. Ihre persönlichen Kräfte und Fähigkeiten werden gestärkt und sie können Perspektiven entwickeln, ihrer individuellen Situation aktiv zu begegnen.
  • RAINBOWS hilft den Kindern, Verhaltens- und Bewältigungsstrategien sowie Kommunikationsfähigkeiten zur besseren Problemlösung im Umgang mit den Eltern zu entwickeln. 
  • RAINBOWS unterstützt die Kinder dabei, ihre Ressourcen kennen zu lernen, sie machen dadurch die Erfahrung, dass sie mit schwierigen Situationen umgehen können und stärkt so ihr Selbstvertrauen. Gemeinsam mit anderen Gleichbetroffenen erweitern sie ihre Möglichkeiten und erproben neue Wege der Bewältigung. Die Kinder erfahren Ermutigung in der Gestaltung neuer Beziehungen, welche ihnen Sicherheit geben. 
  • In der RAINBOWS-Gruppe lernen die Kinder zu erkennen, dass das eigene Wirken und Handeln Grenzen hat - die Entscheidung der Eltern sich zu trennen, liegt nicht im Einflussbereich des Kindes. Gleichzeitig ist es aber wesentlich zu erfahren: "Was kann ich bewirken, wofür bin ich verantwortlich?"
  • Auch in der Arbeit mit den Eltern stellt RAINBOWS folgendes Kinderrecht in den Mittelpunkt: „Ein Kind, das von einem oder beiden Elternteilen getrennt ist, soll regelmäßige persönliche Beziehungen und unmittelbare Kontakte zu beiden Elternteilen pflegen, soweit dies nicht dem Wohl des Kindes widerspricht.“ Alle RAINBOWS–Angebote sind von dieser Haltung geprägt. 

RAINBOWS zeigt seit mittlerweilen über 20 Jahren die Probleme und Herausforderungen von Kindern und Jugendlichen, die eine Trennung oder Scheidung ihrer Eltern erlebt haben auf und erarbeitet gemeinsam mit ihnen konstruktive Lösungen für diese schwierige Lebenssituation! 

Verantwortlich für RAINBOWS-Niederösterreich:
Mag. Marion Wallner, Landesleiterin
noe(at)rainbows.at; Tel.: 0650/6730827
www.rainbows.at 

Lebenswege - Ein Geschichtenbuch rund um die sozialpädagogische Kinder- und Jugendeinrichtung in Pottenstein.

"Kinder haben das Recht auf qualitativ hochwertige Betreuung und Förderung in sozialpädagogischen Einrichtungen – sprich Lebensqualität. In Pottenstein werden alle Kinder und Jugendlichen mit viel Aufmerksamkeit, Wertschätzung, Liebe und familiärer Geborgenheit ein Stück ihres Weges begleitet und genau das haben wir jetzt in einem Buch festgehalten", so Dr. Elizabeth Baum-Breuer, Direktorin LJH Pottenstein.

Lebenswege - Ein Geschichtenbuch rund um die sozialpädagogische  Kinder- und Jugendeinrichtung in Pottenstein

Die Idee der Publikation „Lebenswege“ ist es, einen Beitrag zur Entstigmatisierung von Kindern, Jugendlichen und deren Familien in niederösterreichischen Heimen zu leisten. Das Buch ist ein gemeinsames interaktives Projekt des Hauses mit dem Ziel die Willkommenskultur und die Offenheit des Hauses zu kommunizieren.
Rund 70 Kinder, Jugendliche und junge Menschen mit besonderen Bedürfnissen im Alter zwischen 6 – 24 Jahren  werden in stationären und teilstationären Gruppen individuell betreut, gefördert und unterstützt. Zum Angebot zählen unter anderem Berufsvorbereitungskurse, Fördergruppen, und das Betreute Wohnen. Ein ganz besonderes Angebot der Einrichtung  ist die aufsuchende Elternarbeit. Der wichtigste Grundstein für diese Elternarbeit ist es, Familien wieder Vertrauen in das Helfersystem zu ermöglichen und Vertrauen in sich selbst wieder aufbauen.

Ganz nach dem Motto „Wir begleiten junge Menschen ein Stück ihres Weges“, werden diese „Lebenswege“ der Kinder und Jugendlichen im Buch festgehalten. Besonders Wert wird darauf gelegt den jungen Menschen in jeglicher Hinsicht eine positive Orientierung im Leben zu bieten und ihnen ihre Rechte und Pflichten aufzuzeigen. Dieser starke Förderansatz, gegenwärtige Projekte sowie Angebote und Zukunftsperspektiven bilden den Kern des Geschichtenbuchs.

Adressaten
Zielgruppe sind Kinder, Jugendliche und deren Familien, die bereits im LJH Pottenstein betreut wurden oder derzeit dort in Betreuung sind, MitarbeiterInnen des Hauses, Personen aus der Umgebung, MitarbeiterInnen der Landesregierung und Systempartner sowie nationale und internationale Fachkreise.

Konzept: Dr. phil. Elizabeth Baum-Breuer, Direktorin LJH Pottenstein,
Redaktionsteam: Texte: Mag. Eva Nahrgang, Grafikdesign: Martina Hackenberg, Fotografie: Daniel Shaked, Druck: Kral Verlag Berndorf
Buchpräsentation: Barbara Rett am 9. Dezember 2014

Safer Surfing - Kinder, Jugend- und Erwachsenenschutz im Internet

Projekttitel:
Schutz von Kinder und Jugendlichen im Internet - Hilfe und Prävention

Zielgruppe des Projekts:
Eltern, Lehrer und in Zukunft auch Kinder und Jugendliche selber

Website:
www.safersurfing.eu 

Die UN-Kinderrechtskonvention stellt das Wohl des Kindes an erste Stelle (Artikel 12). Der Zugang zu verschiedenen Medien ist ein Grundrecht (Artikel 17), aber auch der Schutz der Kinder vor Gewalt in irgendeiner Form (Artikel 17 und 19).

Dem Verein Safer Surfing ist der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet ein großes Anliegen. In den letzten Jahren gibt es immer häufiger Vorfälle auch an Schulen, wo Kinder z.B. im Netzt gemobbt werden oder durch kompromittierende Fotos bloßgestellt werden.

Aus diesem Grund hat unser Verein vor ca. 1,5 Jahren begonnen, Elternabende an Schulen zu veranstalten, um so Eltern und Lehrer zu informieren, was man aktiv zum Schutz der Kinder und Jugendlichen tun kann und wie Kindern und Jugendlichen geholfen werden kann, die durch das Internet zum Opfer geworden sind.

In Niederösterreich besteht eine Kooperation mit dem Land Niederösterreich im Rahmen der Niederösterreichischen Elternschule, die ein eigenes Modul anbietet.

Der Verein arbeitet zurzeit auch an einer Broschüre, um Eltern und Lehrern ein Werkzeug in die Hand zu geben, damit Sie Ihre Kinder auf dem Weg ins Erwachsenwerden bestmöglich unterstützen können.

In der Zukunft soll das Projekt ausgeweitet werden und auch direkt mit Kindern und Jugendlichen z.B. in Workshops gearbeitet werden.

Wir glauben, dass dieses Projekt einen wichtigen Beitrag zum Schutz und daher zum Wohl von Kindern und Jugendlichen leistet und reichen es daher für den Kinderrechtspreis ein.

Projektverantwortlicher: 
Philip Pöschl, Obmann des Vereins Safer Surfing

Part(y) - Partizipations-Jugend-Container

Projektname: "Part(y)-JuCo" (Partizipations-Jugend-Container)

Projektort: NÖ Landesjugendheim Schauboden

Projektstart: Dezember 2013 – Planungsphase bis Juni 2014, danach Umsetzung

Projektziele:

  • konstruktive, bedürfnisorientierte Freizeitgestaltung unter Anleitung und Begleitung von SozialpädagogInnen
  • Förderung von Kreativität (als Ausgleich zum schulischen, linkshemisphärischen Leistungsdruck)
  • Möglichkeit, Zeit in einer peer-group zu verbringen
  • Rückzugsort
  • Begegnungsraum
  • Raum für themenspezifische Workshops (z. B. Kompetenztraining im Umgang mit neuen Medien)
  • Einige Teenager hatten zuvor selbst ihre Bedürfnisse konstruktiv und klar artikuliert, sie wünschten sich einen Ort:
  • wo sie unter sich sein können,
  • wo sie "chillen" können, 
  • wo sie Musik hören, 
  • Posters aufhängen,
    etc.

So wurde mit den Jugendlichen gemeinsam erarbeitet und festgelegt:

  • Name für das Projekt bzw. den Container:
  • "Party-Ju-Co" (Party - von Partizipation, Ju-Jugend, Co-Container)
  • "Container-Regeln"
  • Öffnungszeiten
  • Dekorative Innen- und Außengestaltung
  • Eröffnungsfeier
  • Aufnahmekriterien

Bezug zum Kinderrechtspreis:

Das Projekt eignet sich hervorragend zur Realisierung der Kinderrechte im Allgemeinen, speziell aber können dadurch folgende Rechte täglich gelebt werden:

… das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung

… das Recht, sich zu informieren, zu versammeln und seine (Jugend)Kultur, (Jugend)Sprache zu leben

… das Recht, angehört und in seiner Meinung respektiert zu werden

Bewerbungsgründe: 

Stellvertretend für alle Jugendlichen im LJH Schauboden bewerben wir uns um den Kinderrechtspreis 2014, weil wir der Ansicht sind, dass

… es sich bei diesem Projekt um die tatsächliche Realisierung von Kinderrechten (" – Wunsch und Wirklichkeit") handelt 

… wir auch das Kriterium der Nachhaltigkeit sowohl im materiellen als auch im sozialethischen Sinn erfüllt sehen

… die Jugendlichen in jeder Projektphase Mitspracherecht und Mitgestaltungsmöglichkeit hatten und haben (= Partizipation)

Präventionsarbeit mit jungen Menschen zu den Themen Gewalt, Drogen, etc. stattfinden wird

Protection im Sinne von gezielter Förderung und ideeller Unterstützung durch SozialpädagogInnen erfolgt

Part(y) - Partizipations-Jugend-Container

Projektverantwortliche:
Dir. Sabine Wenighofer (Heimleitung)
Josef Berger (Sozialpädagogische Leitung)
Claudia Leitner (Sozialpädagogin)
Katharina Fußthaler (Sozialpädagogin)
Astrid Todt (Sozialpädagogin)
Simona Klabutschar (Sozialpädagogin)

Kinderzukunft

In unserer Arbeit erleben wir eine Kumulation der sozialen Belastungsfaktoren für Kinder und Jugendliche, die durchwegs auf ökonomischer Benachteiligung basiert. Mit der Initiative Kinderzukunft gelingt es zum Einen, gezielt existenzielle Grundbedürfnisse der Kinder zu sichern und zum Anderen, ihre Widerstandskraft und ihr Bewusstsein dafür zu stärken, dass ihre Probleme strukturell bedingt und nicht an ihnen persönlich festzumachen sind. Sie sollen sich ernst genommen und wertvoll fühlen.

Das Projekt ist vielschichtig, komplex und stärkend. Die Abgrenzung zu Mildtätigkeit und Almosenverteilung ist in allen Schwerpunkten ein wichtiges Anliegen. Daher wurde mit einem Bewusstseins- und Sensibilisierungsprozess begonnen. Dazu zählen der intensive Austausch und die Vernetzung mit allen für Kinder relevanten Institutionen und Vereinen, die Organisation von Informationsveranstaltungen und eine intensive Öffentlichkeitsarbeit.

Im Projektschwerpunkt Kinder reden mit wurden die ersten Kinderworkshops an Schulen durchgeführt. Hunderte Plakate zur Aussage: Wenn ich groß bin, werde ich arm wurden von Kindern gestaltet und im öffentlichen Raum plakatiert. Damit sind sie selbst mit der Forderung nach einem gelingenden Leben an die Erwachsenen herangetreten. Am 15.10.2014 wurde gemeinsam mit 2.500 Kindern im Fußballstadion Wiener Neustadt die Forderung "Jedem Kind alle Chancen" postuliert.

Parallel dazu wurde das Projekt Kinderzimmer installiert. In einer Lagerhalle werden Sachspenden gesammelt, die ausnahmslos Kindern zugute kommen, das sind Möbel, Elektrogeräte, Spiel-, Sport und Lernutensilien sowie Kleidung.

Über eigene Events und Veranstaltungsbeteiligungen, über Spendenmailings und Spendenboxen in der ganzen Stadt werden die Anliegen der Kinder in das Bewusstsein der Bevölkerung gebracht und Geldspenden lukriert. Finanzielle Unterstützungen an ansuchende Kinder werden ausschließlich für ihre Bedürfnisse nach einer erfüllten Lebens- und Freizeitgestaltung vergeben. Als Zugangsberechtigung zu Geld- und Sachspenden wird der EU-SILC-Richtwert des Familieneinkommens herangezogen.

Wohnen und Energie bilden den dritten Schwerpunkt. Dazu konnte mit dem regionalen Energieanbieter eine tragfähige Kooperation gebildet werden, um Stromabschaltungen in Familien mit Kindern zu verhindern oder für eine rasche Wiederaufschaltung zu sorgen. Eine Not- und Übergangswohnung wurde angemietet, grundausgestattet und nun erstmals einem Burschen und seiner Mama gegen einen Kostenbeitrag zur Nutzung überlassen.

Ein weiterer Schwerpunkt widmet sich der Schaffung und Finanzierung von Freizeitaktivitäten. Freiplätze und Gratismitgliedschaften konnten ausverhandelt werden, über Geldspenden werden die Bedürfnisse der Kinder nach altersadäquater gesellschaftlicher Teilhabe finanziert. Dazu gehören auch Freiwilligenprojekte wie eine Fußballgruppe. Zudem werden Ausflüge für ökonomisch benachteiligte Kinder und ihre Eltern organisiert und dadurch unbelastete und familienstärkende Erlebnisse ermöglicht.

Der Schwerpunkt Ausbildung und Bildung beschäftigt sich mit der Schaffung von Ausbildungsplätzen, mit der Finanzierung von Nachhilfe, Lerngruppen, Deutschkursen und Schulaktivitäten. Uneingeschränkte Teilhabe am Schulalltag und Förderung der Kompetenzen stehen dabei im Vordergrund.

Durch die intensive Auseinandersetzung mit den Ausgrenzungsfaktoren auf Grund ökonomischer Benachteiligung und den Anliegen der Kinder sowie durch die unmittelbare Verwobenheit mit der Profession der Sozialarbeit ist es gelungen, ein Gesamtpaket zu schnüren, das auf Partizipation setzt und einen starken Bewusstseinsbildungsprozess sowohl bei den betroffenen Kindern und ihren Familien als auch in der Bevölkerung in Gang gesetzt hat. Strukturell benachteiligte Kinder und ihre Eltern werden gestützt und gestärkt, ihre Anliegen werden ernst genommen, sie erhalten eine Stimme, denn sie sind die ExpertInnen. Die gesamte Initiative basiert auf einer Haltung der Wertschätzung und Ermächtigung.

Projektverantwortliche

für die Stadt Wiener Neustadt
- Dagmar Fenninger-Bucher, MA7, Leiterin der Kinder- und Jugendhilfe
- Marie Grüner, MA12

für die Volkshilfe
- Mag. (FH) Erich Fenninger, Bundesgeschäftsführer Volkshilfe Österreich

TUTGUT

Förderverein für schwerkranke Kinder & deren Familien

In Zusammenarbeit mit der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde des Landesklinikum Waldviertel Zwettl
www.tutkinderngut.at 

Von Albert Einstein stammt der Satz:
„Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.“

Der Förderverein TUTGUT hilft seit dem Jahre 2005 Kindern und ihren Familien im NÖ Waldviertel, die durch die Erkrankung ihres Kindes in schwierige Umstände geraten.

Durch lebensbedrohliche oder schwere Erkrankungen ebenso wie durch chronische oder langfristige Gesundheitsprobleme bei Kindern können Familien in soziale, finanzielle oder psychische Notlage geraten. In solchen Situationen sind die Betroffenen oftmals überlastet und mit den Folgen im Alltag allein gelassen.

TUTGUT ist eine Initiative von Eltern, Ärzten, Schwestern, freiwilligen Helfern und Aktiven sowie Freunden und Förderern in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde des Landesklinikums Zwettl.

Unter dem Motto HELFEN, INFORMIEREN, BERATEN, BEGLEITEN ist das Team des Fördervereins ein verlässlicher Partner und organisiert gezielt und individuell die unterschiedlichsten Hilfeleistungen  zum Wohle der kranken Kinder und Jugendlichen.

Die angebotenen Hilfeleistungen reichen von der durchdachten Sozialberatung und Begleitung über die finanzielle oder sachbezogene direkte Hilfe, bis zur Erfüllung besonderer Kinderwünsche und nach individuellem Bedarf, noch vieles mehr.

Alle TUTGUT Mitarbeiter leisten Ihre Arbeit ehrenamtlich; Die finanziellen Mittel kommen ausschließlich durch Benefizaktionen, freie Spenden und Mitgliedsbeiträge zustande. Jeder Cent kommt direkt und unbürokratisch den Hilfsprojekten zugute.

Regelmäßig berichten wir über die von uns getätigten Leistungen auf unserer Homepage www.tutkinderngut.at sowie in den Jahresberichten.

Jedes Kind hat ein fundamentales Recht auf Hilfe in Krankheit und Not.

In den vergangenen zehn Jahren konnte TUTGUT circa 600 Familien dabei unterstützen Leid und Not ein wenig erträglicher zu machen.

Obfrau: Stephanie Fürstenberg
Obfrau Stellvertreterin: Gabriele Linser
Medizinische Beratung: Primar Dr. Zdenek Jaros
Kassier: Martina Minihold          
Soziale Beratung & Soforthilfe: Stephanie Fürstenberg            
Wunschkiste & Carepaket: Stationsschwester Eva Neuhauser
Charity Events &Öffentlichkeitsarbeit: St. Fürstenberg & Erika Berger

Lerncafés NÖ – Kostenlose Lernbegleitung für Kinder und Jugendliche

Caritas - Asyl und Integration

Projektinhalte, Zielsetzung und Methodik

Kernziel des Projektes "Lerncafés NÖ" ist es, mittels eines gezielten außerschulischen Lernangebots, Kinder und Jugendliche aus bildungsbenachteiligten Familien zu fördern, um ihnen zu einer soliden schulischen Ausbildung zu verhelfen und so bessere Voraussetzungen für ihre berufliche Zukunft zu schaffen. Neben den schulischen Kompetenzen sollen soziale Fähigkeiten gestärkt und individuelle Interessen der SchülerInnen gefördert werden. 

Nicht alle Kinder können den Schulalltag und die ihnen gestellten Hausaufgaben ohne Unterstützung bewältigen, vielen Eltern ist es jedoch nicht möglich, diese Probleme im Sinne ihrer Kinder alleine zu lösen. Das betrifft grundsätzlich junge Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, generell sind Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund aber besonders gefährdet, da sie oft auf mehreren Ebenen mit Problemen konfrontiert sind (fehlende Deutschkenntnisse, bildungsfernes Elternhaus, Armutsgefährdung, prekäre Wohnsituation und soziale Isolation). Viele dieser Familien leben unter teilweise sehr schwierigen finanziellen Verhältnissen, was dazu führt, dass die Eltern ihren Kindern weder Nachhilfestunden noch Nachmittagsbetreuung anbieten können. Oft fehlt es auf Grund der beengten Wohnsituation sogar an einem geeigneten Platz zum Lernen.

Aus diesem Grund hat die Caritas der Erzdiözese  Wien (Asyl & Integration NÖ) in den vergangenen drei Jahren in Niederösterreich vier außerschulische Lerncafés ins Leben gerufen. Betriebsstart im Lerncafé Korneuburg war im Februar 2012, das Lerncafé Wolkersdorf folgte im Mai 2012, im Februar 2013 konnte in Wiener Neustadt der Lernbetrieb aufgenommen werden und ein Jahr später wurde sogar ein zweiter Standdort in Wiener Neustadt eröffnet. Insgesamt können momentan an die 100 Kinder und Jugendliche betreut werden, an die 50 SchülerInnen stehen allerdings nach wie vor auf den Wartelisten und warten auf einen freien Platz.

Zusammengefasst verfolgt das Caritas Lerncafé folgende Ziele:

  • Förderung von Lernfreude, Abbau von Lernhemmnissen und Entwicklung einer schulischen Perspektive
  • Erweiterung und Stärkung der individuellen, sozialen und schulischen Kompetenzen
  • Festigung der Deutschkenntnisse
  • Wertschätzung und Förderung von individuellen Interessen und Fähigkeiten
  • Stärkung des Selbstwertgefühls
  • Integration ins soziale Umfeld
  • Partizipation der Eltern an der Lernentwicklung ihrer Kinder

Die Zielgruppe der "Lerncafés NÖ" umfasst Kinder und Jugendliche aus sozial-, bzw.  bildungsbenachteiligten Familien im schulpflichtigen Alter (6 bis 15 Jahre), wobei ein besonderes Augenmerk auf Kinder mit Migrationshintergrund gelegt wird. Der Zugang zu den Kindern erfolgt über die regionalen Pflichtschulen, die ortsansässigen Beratungsstellen und die Jugendwohlfahrtsbehörden.

Die Lernbetreuung wird jeweils von einer pädagogisch geschulten Lernverantwortlichen durchgeführt, die in ihrer Tätigkeit von freiwilligen LernhelferInnen unterstützt wird. Die freiwilligen LernhelferInnen sind jeweils einen Tag pro Woche im Lerncafé. Pro Nachmittag sind jeweils die Lernverantwortliche und zwei bis drei freiwillige HelferInnen vor Ort.

Projektverantwortliche:

Mag.a Martina Polleres
Teamleitung Lerncafés NÖ
Asyl & Integration NÖ
Caritas der Erzdiözese Wien
Mobil: 0664/8429607 Fax: 02622/83020-55
martina.polleres(at)caritas-wien.at 

Kinderburg Rappottenstein

Kinderburg Rappottenstein

Die Kinderburg Rappottenstein ist eine gemeinsame Initiative des Österreichischen Roten Kreuzes, Landesverband NÖ, und der Familie Abensperg und Traun. Seit 2011 bietet die Kinderburg Erholungsaufenthalte für Familien mit schwer und/oder chronisch kranken Kindern oder Eltern. Familien, die einen Todesfall in der Kernfamilie zu verarbeiten haben, können einen Aufenthalt mit Trauerbegleitung in Anspruch nehmen.

Betreuungskonzept

  • Kompetente, individuelle und einfühlsame pädagogische Betreuung vor Ort
  • therapeutische Begleitung durch Psychologin und Psychotherapeutin
  • begleitete therapeutisch-pädagogische Aktivitäten für die Familie aber auch gesondert für die Eltern, die Geschwister oder das erkrankte Kind
  • Aktivitäten mit Tieren (Alpakas, Ziegen, Hasen, Pferde, Hund)
  • kindgerechte Trauerbegleitung
  • familiärer Rahmen (max. zwei Familien gleichzeitig)

 

 

Durch einen ein- bis maximal dreiwöchigen Aufenthalt auf der Burg Rappottenstein bekommen die betroffenen Familien die Möglichkeit sich zu erholen, wieder Kraft und Energie für den weiteren Weg zu tanken und sich mit ihrer neuen Lebenssituation auseinanderzusetzen. Jedes Familienmitglied wird mit seinen Bedürfnissen wahrgenommen, eine individuelle und maßgeschneiderte Betreuung steht im Vordergrund. Der Aufenthalt finanziert sich überwiegend aus Spenden, die Familien leisten einen Unkostenbeitrag angepasst an ihre finanziellen Möglichkeiten.

Weiters bietet die Kinderburg auch Abschieds- und Trauerarbeit für betroffene Einzelpersonen (z.B.: Trauerwanderung) sowie unterschiedliche Bildungsangebote für Eltern, Fachkräfte oder Interessierte.

Projektverantwortliche:

Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband Niederösterreich
Gesundheits- und Soziale Dienste
Kinderburg Rappottenstein
Thomas Wallisch, Laura Schneider
Tel.: 059 144/50506
E-Mail: kinderburg(at)n.roteskreuz.at
Weitere Informationen unter www.kinderburg.net 

Kinderburg Rappottenstein
Österreichisches Rotes Kreuz - Niederösterreich

Ein Neubau für Kinder – ein Neubau mit Kindern!

Neubau NÖ Landesjugendheim Hollabrunn

"Die Beteiligung der Menschen an der Planung und am Bau ihrer Häuser ist ein urmenschliches Bedürfnis" (Peter Hübner)

In der Zeit von Herbst 2010 bis Herbst 2013 konnten wir im Auftrag des Landes Niederösterreich  an der Adresse 2020 Hollabrunn, Elsa-Brandström-Straße 1 den Neubau unserer Wohn- und Ausbildungsstätten realisieren.

Im Bewusstsein der Wirkungen von Architektur auf ihre NutzerInnen war es uns wichtig, Räume zu schaffen, die Wohlbefinden und Geborgenheit vermitteln, Räume, die einladen, zur Ruhe zu kommen und Räume, die anregen und ermutigen zu Erprobung, Wachstum und  Begegnung.

Als Betreuungsorganisation sind wir täglich in der Stärkung der uns anvertrauten Kinder in ihren Rechten engagiert. "Die Aufgabe der Umgebung ist, dem Kind zu erlauben, sich zu offenbaren", erkannte bereits Maria Montessori. Im Sinn von Partizipation und Empowerment, und um nicht an den Vorstellungen und Bedürfnissen der jungen Menschen vorbei zu entwerfen, war uns die direkte Beteiligung der Kinder und Jugendlichen an den Planungsarbeiten ein großes Anliegen. Engagiert und kreativ haben sich viele gemeinsam mit SozialpädagogInnen, Architekten und einem Team des Ilse Arlt Instituts für Soziale Inklusionsforschung St.Pölten mit ihren Ideen zur Wohnraum- und Gartengestaltung im Rahmen von Workshops und Diskussionen in die Planungsarbeiten eingebracht. Besonderen Wert legten die Kinder und Jugendlichen auf helle, modern ausgestattete Räume, Plätze zum Zurückziehen und Faulenzen ebenso wie Räume für gemeinsames Feiern, Tratschen und Spielen. In ihren Zeichnungen, Fotografien, Collagen und Diskussionen bestätigten uns die jungen Menschen sehr deutlich den engen Zusammenhang zwischen der Wertschätzung, die ihnen auch über die zur Verfügung gestellte Umgebung vermittelt wird und der Qualität ihres Selbstwertgefühls und Vertrauens in die Entwicklung ihrer Fähigkeiten. Dies war für uns handlungsleitend, um wirtschaftlich verantwortungsbewusst, aber klar auf die Bedürfnislage der Kinder und Jugendlichen fokussiert, das Bauvorhaben zu realisieren.

Unsere Anlage hat reihenhausartigen Charakter, jeder Wohnung ist eine eigene Terrasse zugeordnet. Die Wohnungen verfügen über helle, großzügig angelegte Räume mit hochwertiger Ausstattung und bieten viel Platz zur Begegnung im kleinen und größeren Kreis. Die von jeweils ein oder zwei jungen Menschen bewohnten individuellen Bereiche mit eigenem Badezimmer mit Dusche und WC bieten den ebenso wichtigen Rückzugs- und Privatraum. Unsere Ausbildungsbereiche entsprechen modernen berufsspezifischen Anforderungen und freuen sich über die Bestätigung der Qualität ihrer Leistungen durch Stammkunden und Neukunden aus dem Großraum Hollabrunn. Die Empfehlungen der Initiative „BauXund“ haben uns bei der Umsetzung gesundheitsförderlicher, umweltfreundlicher, nachhaltig nutzbarer baulicher Gestaltung zusätzlich unterstützt.

Im Sinn unseres Auftrags zur Förderung der sozialen Inklusion legen wir großen Wert auf fachliche, sozialräumliche und gesellschaftliche Vernetzung und zur Partizipation ermächtigende organisationale Bedingungen. 

Junges Wohnen – zeitgemäße Ausbildungen – respektvolles Miteinander
Ja zur Zukunft – Ja zu jungen Menschen!

Ein Neubau für Kinder – ein Neubau mit Kindern!

Projektverantwortung: Mag.a Birgit Reithofer, Qualitätsmanagement und Psychologie
Adresse: NÖ Landesjugendheim, Elsa-Brandström-Straße 1, 2020 Hollabrunn
Homepage: www.ljh-hollabrunn.at 

Esperanza – Zentrum für tierunterstützte Pädagogik

Esperanza – Zentrum für tierunterstützte Pädagogik

Esperanza ist Österreichs erstes Zentrum für tierunterstützte Pädagogik und eine private Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe.

Das Zentrum verfügt als anerkannte sozialpädagogische, sozialtherapeutische und heilpädagogische Einrichtung über ein vielseitiges Angebot für Kinder und Jugendliche, die Hilfestellungen benötigen oder aufgrund ihrer persönlichen oder äußeren Umstände nicht in ihren Familien leben können. Mehr als 80 Tiere leisten dabei am idyllisch gelegenen Vierkanthof im Mostviertel als Co-Pädagogen wertvolle Unterstützung. Esperanza verbindet soziales Anliegen mit der Landwirtschaft. Gründerin und Leiterin von Esperanza ist die Sonder- und Heilpädagogin Mag.a Martina Kotzina.

Die Wohngemeinschaft von Esperanza setzt seit Jahren auf hohe Betreuungsintensität, auf Geduld, Zeit und Sicherheit, auf die konsequente und individuelle Begleitung von Kindern und Jugendlichen.

Tiere als Co-Pädagogen

Tiere als Co-Pädagogen

Zu den Grundlagen der pädagogischen Arbeit von Esperanza gehört das Leben mit den Tieren und in der Natur, im bewusst erlebten jahreszeitlichen Rhythmus. Unsere Tiere unterstützen uns Menschen in unserer Arbeit mit den Jugendlichen und sind uns große Vorbilder. Tiere können den Umgang mit Menschen nicht ersetzen. Doch gerade dort, wo das menschliche Umfeld versagt, bewirken sie Unglaubliches. Auf ihre "Art" lehren sie uns ein besseres Miteinander, zeigen uns Wunderbares und bescheren uns ungewöhnliche, gar heilsame Erfahrungen. Bereits die bloße Anwesenheit von Tieren verändert nachweislich auch die Kommunikation der Menschen. Tiere schaffen Verbindungen. Dies hilft auch den Kindern und Jugendlichen von Esperanza: Über Tiere, die sie als völlig neutral, nicht wertend und authentisch erleben, werden "verschüttete" Gefühle, Fähigkeiten und Ressourcen wieder entdeckt, gefördert und nach einem meist langen Prozess der Vertrauensbildung schließlich auch auf menschliche Beziehungen umgelegt.

Empowerment und Partizipation

Darüber hinaus versuchen wir durch Empowerment und Partizipation das Selbstwertgefühl unserer Jugendlichen zu stärken: Wir versuchen sie dazu zu ermutigen, selbst tätig zu werden, Initiativen zu setzen, Ideen umzusetzen und sich kreativ zu verwirklichen. Innerhalb des Jugendteams erhalten sie wöchentlich die Möglichkeit, ihre Rechte einzufordern. Das Jugendteam gibt Raum und Zeit für Konflikte, für Diskussionen, Wünsche und Anregungen zur Verbesserung, ist aber auch eine Art Plenum, wo allgemeine Regeln des Zusammenlebens am Hof besprochen werden. Für individuelle Ideen und Wünsche gibt es auf Esperanza außerdem noch das für alle Jugendlichen gut erreichbare "Kidsbuch". Die Einträge werden im pädagogischen Team wöchentlich gelesen und besprochen. Diese kleinen Dinge sollen den Jugendlichen Begriffe wie Recht und Mitbestimmung in der Praxis näherbringen.

Nähere Infos unter: www.esperanza.at 

Projektleitung: Mag.a Martina Kotzina

Esperanza
Zentrum für tierunterstützte Pädagogik
Zimmerau 5
A-3281 Oberndorf an der Melk

Mail: info(at)esperanza.at
Mag.a Martina Kotzina:
+43-(0)664-461 02 12